News > ÖGK baut Zusammenarbeit mit Gesundheitsberufen aus

am 4.4.2022
Weiterer Schritt durch Attraktivierung der Verträge

Wien (OTS) - Die Einigung zwischen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und den drei Berufsverbänden Ergotherapie Austria, lopopädieaustria und Physio Austria bringt eine Verbesserung für Patientinnen und Patienten wie auch für Therapeutinnen und Therapeuten. Ab 1. April können auch Vertreterinnen und Vertreter aller drei Berufsgruppen ohne Praxisräume einen Vertrag mit der ÖGK bekommen, es erfolgt eine Tarifgleichstellung. Versicherte profitieren von einem größeren Angebot an Vertragspartnerinnen und Vertragspartnern.

Die Österreichische Gesundheitskasse und die drei Berufsverbände Ergotherapie Austria, logopädieaustria und Physio Austria haben bereits letztes Jahr Rahmenvereinbarungen abgeschlossen, die die Wahrnehmung der Therapien als Kassenleistung ermöglichten. Damit wurde bereits ein maßgeblicher erster Schritt zum bundesweiten Zugang zu notwendigen Therapien gesetzt.

Seit Inkrafttreten der jeweiligen Verträge gab es laufende und konstruktive Gespräche zwischen der ÖGK und den Berufsverbänden mit dem Ziel, den Zugang zu Leistungen für Patientinnen und Patienten weiterhin zu verbessern und für Berufsangehörige die Arbeit als Vertragspartnerinnen und -partner noch attraktiver zu gestalten.
Ab 1. April 2022 Vertrag auch ohne eigene Praxisräume

Ein wichtiges Ziel wurde nun erreicht: Ab 1.4.2022 können im Bedarfsfall Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten und Logopädinnen und Logopäden auch ohne eigene Praxisräume einen Vertrag bekommen und somit die mobile Therapie sicherstellen. Dies war bisher nur bei der Physiotherapie möglich. Die Tarife werden damit gleichgestellt. Die mobile Therapie hat einen hohen Stellenwert in der therapeutischen Versorgung und ermöglicht eine niederschwellige, zielgerichtete Versorgung der darauf angewiesenen Patientinnen und Patienten.

Ein weiterer Erfolg ist auch, dass die Anstellungsmöglichkeit bei freiberuflichen Therapeutinnen und Therapeuten erweitert wurde, auch hier wurden Tarifunterschiede beseitigt. 60 Minuten Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie werden seit 1. April 2022 somit mit 60 Euro für alle Vertragspartner honoriert. Für Patientinnen und Patienten ist es weiterhin möglich, Therapien im Wahlbereich in Anspruch zu nehmen. Es kann um Kostenerstattung von 80 Prozent des Vertragstarifs bei der ÖGK eingereicht werden.

Der Weg zur Ergotherapie, Logopädie oder Physiotherapie bleibt gleich. Die Leistung muss weiterhin von Haus- oder Fachärztinnen und -ärzten verordnet werden. Bei Kassentherapeutinnen und -therapeuten ist eine chefärztliche Bewilligung nicht mehr notwendig.

Matthias Krenn, Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse freut sich über die gelungenen Verbesserungen: „Der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Bundesverbänden Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie bedeutet eine bessere Versorgung für alle Versicherten. Wir haben durch die partnerschaftliche Kooperation mit den Verbänden schon vieles geschafft und setzen auch in Zukunft auf gute Kommunikation miteinander.“

Constance Schlegl, Präsidentin von Physio Austria zur gemeinsam beschlossenen Verbesserung: „Ich freue mich, dass ein weiterer, guter Schritt zum Ausbau der Sachleistung für die Versicherten der ÖGK gelungen ist. Unser Ziel ist es, alle 590 Vertragsstellen rasch zu besetzen und den notwendigen Zugang zur Physiotherapie für die Bevölkerung gemeinsam mit der ÖGK nachhaltig sicherzustellen und bedarfsorientiert zu erweitern.“

Marion Hackl, Präsidentin von Ergotherapie Austria: „Vor dem Hintergrund, dass in einer modernen Ergotherapie das Arbeiten in der unmittelbaren Lebensumwelt der Patientin oder des Patienten nicht wegzudenken ist, ist es ein wesentlicher Faktor, dass die Leistungen von Therapeutinnen und Therapeuten mit und ohne Praxis für den mobilen Einsatz gleichgestellt sind. Ergotherapie Austria ist überzeugt, dass diese weiteren Anpassungen bedeutend zur besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten beitragen und ist erfreut über diese Verhandlungserfolge.“

Karin Pfaller-Frank, Präsidentin von logopädieaustria: „Der weitere Schritt zur Verbesserung der logopädischen Versorgung für die Bevölkerung ist sehr erfreulich. Es hat sich gelohnt im Gespräch mit der ÖGK zu bleiben und nun können zwei wesentliche Aspekte im Bereich der Sachleistungen umgesetzt werden. Wir hoffen sehr, dass die noch offenen Vertragsstellen rasch besetzt werden können, damit der niederschwellige Zugang zur Logopädie österreichweit umgesetzt und weiter ausgebaut werden kann.“

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Gesundheitskasse
presse@oegk.at
www.gesundheitskasse.at

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Quelle: OTS0073, 1. April 2022, 11:02


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